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K17: Welle:Schwarz am 25.06.2010

Was treibt den Otti auf ein Underground-Konzert in Berlin, über 600 Kilometer von seienr Heimat? Ganz einfach, ich war gerade zufällig dort. Genauer gesagt habe ich eine ganze Woche aus diversen beruflichen und privaten Anlässen in der Hauptstadt verbracht, und als ich bei der Gelegenheit sah, dass Eden Weint Im Grab zu dieser Zeit im K17 auftreten würden, passte halt alles zusammen. An besagtem Freitag hatte ich noch nichts vor, die Band überließ mir ein paar Freikarten und das K17 hatte mich am vorangegangenen Wochenende schon als Location überzeugt.

Als Begleiter kamen mein Cousin und sein Weibchen mit, bei denen ich in besagter Woche netterweise ein Dach über dem Kopf gefunden hatte. Beide hatten noch nie ein Gothic-Konzert erlebt, dadurch war es natürlich besonders spannend auch ihre Reaktionen zu erleben. Und ich nehme vorneweg: Sie waren hellauf begeistert! Neben EwiG waren übrigens noch drei weitere Acts angekündigt, von denen ich bisher lediglich Der Zerfall kannte. Das Ganze lief zudem unter dem Titel Welle:Schwarz - hierbei handelt es sich wohl um eine regelmässig im "Kasi" stattfindende Konzertreihe, bei der vor allem auch dem Nachwuchs in der Szene die Chance gegeben wird, sich einem etwas größeren Publikum zu präsentieren - eine gute Sache also.

Aufgrund von kleineren Verwirrungen ob der Anfangszeit hatten wir durch gemeinschaftliche Trödelei schon die Sorge, dass wir zu spät am K17 ankommen würden. Dem war zum Glück nicht so, im Gegenteil. Als wir den Laden enterten war es noch so leer, dass man sich eher Gedanken machen musste, ob die Bands überhaupt Publikum haben würden. Der Innenhof des K17 füllte sich jedoch dann rasend schnell, und zu Konzertbeginn war die Meute so angewachsen, dass letztlich keine der Bands vor leeren Rängen spielte.


Doomsday Diva

Den Opener machten dann eben auch Der Zerfall, jene Post Punk-Combo um den exzentrischen und kreativen Künstler Sven Rebentisch, welchen wir euch auch mit seinem Soloprojekt schon häufiger präsentiert haben. Leider hatte Sven an diesem Abend mit einer starken Erkrankung zu kämpfen, wodurch die Performance natürlich eher ruhig ausfiel. Trotzdem, oder gerade auch deswegen, großer Respekt vor der Band und ihrem Frontmann, dass sie diesen Gig so souverän durchgezogen haben. Der Sound war Klasse und zeigte, wieviel Potential in Der Zerfall steckt.
Der Zerfall - MySpace

Kraftvoller waren allein vom Musikstil her schon Longed For Fusion. Die Gothic-Metaller aus Neubrandenburg präsentierten sich grundsolide und füllten die Bühne mit Action und Präsenz. Mehrstimmiger Gesang und leidenschaftliche Riffs machten die Combo zu einem Hingucker. Allerdings habe ich hier nur einen kleinen Teil des Gigs mitgenommen, Frischluft tut auch mal Not.
Longed For Fusion - MySpace

Die dritte Band des Abends könnte auf jeden Fall eine große Zukunft vor sich haben. Doomsday Diva darf man getrost als legitime Nachfolger der legendären Umbra Et Imago ansehen, und das obwohl sie eigentlich noch brandneu im Geschäft sind. Kein Album existiert bisher, das Konzert an diesem Abend war eines der ersten von Doomsday Diva überhaupt, und doch präsentierten sich die Berliner professionell und stimmungsgeladen. Musikalisch kraftvoller Industrial Rock trifft auf eine fesselnde Fetish-Bühnenshow, solchen Nachwuchs braucht die Szene ganz sicher!
Doomsday Diva - MySpace


Eden weint im Grab

Unbestrittener Headliner des Abends waren natürlich dennoch Eden weint im Grab, die mittlerweile längst über den Newomer-Status hinaus gekommen sind. Alexander Paul Blake und seine Mitstreiter entfesselten auch an diesem Abend wieder einen finsteren Metalsturm über dem anwesenden Publikum, gespickt mit den unvergleichbaren Lyrics welche dieses Projekt so außßergewöhnlich machen. Wie schon auf dem Castle Rock verzichteten Ewig auch hier wieder auf Stücke aus Der Herbst des Einsamen, was zwar für mich persönlich etwas schade ist, dem gemischten Publikum eines solchen Festival-Abends aber wohl besser bekam. Ansonsten wurden jedoch sämtliche Klassiker der Band ausgegraben, und wenn mich nicht alles täuscht gab es sogar die eine oder andere neue Melodie zu hören - Eden weint im Grab arbeiten nämlich fleissig an einem neuen Studioalbum.
Eden weint im Grab - MySpace

Gerade solche Nachwuchs-Konzerte wie eben die Welle:Schwarz-Reihe des K17 sind es, auf denen man die spannendsten Neuentdeckungen machen kann. Es ist schade, dass nur wenieg Veranstalter und Clubbesitzer den Mut beweisen, so etwas auf die Beine zu stellen. Hier jedenfalls konnten sich tolle Bands vor zahlreichen Gästen präsentieren, und jeder Act des Abends dürfte en einen oder anderen Fan dazu gewonnen haben. Ich fands toll! Um so blöder ist es, dass Berlin für mich nicht mal eben um die Ecke liegt - Sonst wäre ich fast jeden Monat bei Welle:Schwarz mit von der Partie.

K17 - Website
Bildergalerie vom Abend

09.07.2010 by Otti

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