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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

JAILBIRDS: Irisch-australische Verbindung

Unter dem Namen Jailbirds haben sich zwei Iren und zwei australische Brüder zusammengefunden, um gemeinsam feine Rockmusik zu spielen. Um einen Artikel für das SLAM-Magazin schreiben zu können, hatte ich der Band ein Mailinterview zukommen lassen, welches mir Rhytmusgitarrist Ed so ausführlich beantwortet hat, dass nur ein Bruchteil seiner Antworten in den Artikel gepasst haben. Alle weiteren Fragen und Antworten zur Band und ihrem Album The Great Escape präsentiere ich nun hier:

Otti:
Wenn man Australien mit Irland vergleicht, gibt es da einen leichten Unterschied in der Größe,würde ich mal sagen. We fühlt es sich an, auf jener schönen, grünen Insel zu leben, die ich immer mal besuchen wollte, was ich bisher aber noch nicht geschafft habe?

Ed:
Ich kann natürlich nicht für die Jungs aus Australien sprechen, aber das kleine Irland ist ein wirklich großartiger Ort, was die musikalische Bevölkerung betrifft. Zurzeit sind wir in Dublin ansässig und die Veranstaltungsorte werden der Menge an Musikern, die spielen wollen, gar nicht gerecht! Manchmal kann es schwierig sein, weil es sein kann, dass man auch nicht bezahlt wird (falls überhaupt), anders als wenn man in anderen Ländern spielt. Aber trotz allem haben wir momentan ein paar phantastische Festivals und Bands die nach Irland kommen und wir bemerken auch, dass viele Bookingagenturen und Promoter damit angefangen haben, ein echtes Interesse daran zu zeigen, lokale irische Bands in einem größeren Rahmen spielen und diese auch größere Bands supporten zu lassen!


"Es war eine große Herausforderung, ein komplettes Album herauszubringen aber ein lohnendes Abenteuer!"

Otti:
Nach einer ersten EP kommt nun auch Euer ertes Studioalbum, genannt The Great Escape. Wie fühlt sich dieses "erste Mal" an?

Ed:
Es war eine große Herausforderung, ein komplettes Album herauszubringen aber ein lohnendes Abenteuer! Break The Silence war, weil es unsere erste Platte war, ein unbeschriebenes Blatt. Wir hatten keine Fanbase, die wir mit unserer Veröffentlichung hätten ansprechen können! Jetzt, mit dieser Veröffentlichung, haben wir Leute die das hören wollen, also schätze, dass wir gewisse Erwartungen erfüllenmüssen! Das hat uns nicht davon abgehalten, während der Aufnahmen, der Planung des Covers, dem Dreh unseres Musikvideos, eine tolle Zeit zu haben. Das war alles wundervoll und jetzt kann sich jeder unsere harte Arbeit anhören, was das beste Gefühl von allem ist!

Otti:
Wo und unter welchen Umständen habt Ihr die Songs erarbeitet und aufgenommen?

Ed:
Beim Schreiben der Songs folgen wir größtenteils einem System. Axel und Jay schreiben die meisten Stücke und kommen dann mit einem entweder rohen oder schon fast fertigen Demo auf Jamie und mich zu. Jamie und ich geben dann unseren Senf dazu, und dann machen wir das Demo fertig für Studio und Aufnahme. Ich war nie der Beste, was das Schreiben eines Songs betrifft, deshalb ist es angenehm, wenn die Jungs schon mit etwas gut gestaltetem zu uns kommen, das fertig genug ist um ergänzt zu werden. Stellt Euch Jailbird als einen Eisbecher vor - Axel und Jay sind die Eiscreme, Jamie und ich sind die Toppings! Was den Aufnahmeprozess betrifft, wäre es uns nicht möglich gewesen, das zu tun, was wir tun wollten, ohne die Jungs von NorthSouth Recordings, Daniel Bochkov und James Duke. Danny und Jam waren wundervoll und haben uns freien Lauf gelassen was wir mit unserer Musik alles machen können; ohne sie hätten wir Break the Silence oder The Great Escape nicht gehabt!

Otti:
Gibt es einen besonderen Moment während der Aufnahmen den Du immer in Erinnerung halten wirst?

Ed:
Für mich gibt es nur den einen: Den Moment, wenn man die erste Abmischung vom Studio zurück bekommt und man den Schritt von der Demoqualität zur Veröffentlichungsqualität hört. Es gibt kein vergleichbares Gefühl! Wenn man hört, wie die Musik lebendig wird, das ist... naja, man kann es nicht auf eine reelle Art und Weise erklären. Beschwingend, wenn man möchte. So viel Zeit zusammen im Studio zu verbringen ist natürlich auch ein großer Lernprozess, nicht nur was die Musik betrifft, sondern auch für uns als Band. Am Ende müssen wir lernen miteinander zu leben!

Otti:
"Jailbirds" ist ein eher schwieriger Name in einer Zeit in der Leute Euch auf Google suchen, besonders da es verschiedene andere Bands mit dem gleichen Namen gibt. Warum habt Ihr Euch dennoch dafür entschieden?

Ed:
Wir lieben unseren Namen, er ist einfach und man erinnert sich leicht an ihn. Wir denken, dass es zum Genre passt und dass die Leute wissen, was sie zu erwarten haben!

Otti:
Ihr klingt und wirkt nicht wie Greenhorns, was waren denn Eure musikalischen Erfahrungen vor der Gründung von Jailbirds?

Ed:
Axel und Jay waren beide schon vorher in einer Band in Frankreich und haben vor der Gründung von Jailbirds schon mehrere Jahre zusammen gespielt. Das Gleiche gilt für Jamie und mich, wir waren beide schon immer seit unseren Teenagerjahren in unterschiedlichen (original) Bands und es kommt hinzu, dass die meisten von uns bis heute immer noch in Coverbands spielen. Unsere gesammelten Erfahrungen waren ein Gewinn und ein Lernprozess. Wir haben unsere Lektionen gelernt und nicht die gleichen Fehler bei Jailbirds gemacht.

Otti:
Ich habe wirklich keine Ahnung, wie die Situation in Irland in Sachen Clubs und Veranstaltungsorten ist, außer dass es wahrscheinloch eine Menge Pubs gibt, in denen man spielen kann, wie in England. Was kannst Du mir über die "Rock´n´Roll Infrastruktur" in Deinem Heimatland erzählen?

Ed:
Wie ich vorher schon gesagt habe, ist die Situation der Veranstaltungslocations in Dublin, wo wir uns befinden, ziemlich merkwürdig. Es gibt ein paar phantastische Locations, aber es gibt so viele talentierte Musiker, die dort spielen möchten, sodass ich mich fühle als ob es das Verlangen der Musiker beeinflusst, wenn man es möchte. Es kann für Musiker, die Original-Musik spielen, schwierig sein, bezahlt zu werden und Geld zu machen, weil eine Menge der kleineren innerstädtischen Veranstaltungshallen vorrangig von bezahlten Cover- und Tribute-Bands dominiert sind, während die größeren Bühnen hauptsächlich für größere nationale und internationale Acts reserviert sind. Kaum habe ich es ausgesprochen, hat die irische Regierung in den letzten Tagen damit begonnen, eine neue Maßnahme zu diskutieren, um jungen, kreativen Künstlern, deren Leben von Arbeit dominiert wird, College und andere Dinge die sie von deren Kunst abhalten, zu bezahlen. Das ist ja mal positiv!

Otti:
Neben der Musik: was sind für Euch doie Dinge, die das Leben lebenswert machen?

Ed:
Selbstverständlich sind Familie und Freunde uns allen wichtig, weil wir ohne sie nicht da wären. Es ist offensichtlich, dass wir alle unsere individuellen Hobbies und Dinge die wir gerne tun haben, wir arbeiten alle in unterschiedlichen Jobs, aber am Ende des Tages ist es die Musik, die uns eng zusammenhält und uns fokussiert bleiben lässt. Und wir haben höllisch viel Spaß zusammen, was für die Banddynamik immer wichtig ist.

Otti:
Und zum Schluss, was sind die erfüllbaren Träume, die Ihr Euch gerne mit Jailbirds erfüllen wollt?

Ed:
Als Band möchten wir, dass unserer Musik in einem internationalen Umfeld gehört wird und dass wir unsere Liebe zum Hardrock mit sovielen Menschen wie möglich teilen können. Es scheint kitschig, aber von unserer eigenen Musik leben zu können wäre ein Privileg, dass wir nicht als selbstverständlich betrachten würden.

Facebook:
facebook.com/jailbirdsireland

Übersetzung: Dark80/Otti

Art des Interviews: Email
10.08.2019 by Otti

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